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Was macht eigentlich Frank Bussmann?  

Wer fit sein will, muss Sport treiben und kann nicht nur auf dem Sofa lümmeln. Soweit so logisch. Leider ist es nicht einfach, sich diszipliniert zum Sport aufzuraffen. Doch gegen den inneren Schweinehund gibt es ein Mittel - gemeinschaftliches Training! Denn wer in der Gruppe Sport macht, ist um einiges motivierter. Deshalb startete die IKK BB auch im Jahr 2017 ein ganz spezielles und ziemlich schweißtreibendes Projekt. 34 Tage lang hieß es auf dem Tempelhofer-Feld in Berlin "Runter vom Sofa"! Hier wurde unter Anleitung von Inline-Speedskate-Europameister Frank Bussmann und seinem Pure-Health-Racing-Team fleißig trainiert. Im März geht das Training in die nächste Runde. Kurz vor dem Startschuss zur neuen Saison blickt Bussmann für die IKK BB-Redaktion auf das Training 2017 zurück und klärt die wichtigsten Fragen.

Unter dem Motto „Runter vom Sofa“ gab es 34 Trainingseinheiten auf dem Tempelhofer-Feld. Was genau ist da eigentlich passiert?

In unseren freien Trainingssessions haben wir die Teilnehmer professionell sportlich begleitet. Und zwar in den Disziplinen Walken, Laufen, Inlineskaten oder funktionelles Training, bei dem Stabilitäts- und Dehnübungen im Vordergrund stehen. Die Einheiten fingen immer mit einem gemeinsamen Warum-Up an, im Anschluss konnten die Teilnehmer dann je nach Leistungsstand trainieren. Jeder Teilnehmer, ob Anfänger oder Fortgeschritten, steigt dabei auf seinem eigenen Fitness-Niveau ein. Unser Fokus liegt ganz klar auf der Bewegung in der Gruppe. Interessierte finden bei unserem Training nicht nur Anschluss, je nach Leistungsniveau wird den Teilnehmern einer von zehn Trainern zur Seite gestellt, der das Training individuell begleitet. So wird bei der Bewegung in der Gruppe keiner über- oder unterfordert. Insgesamt ging es bei "Runter vom Sofa" vor allem um die Herz-Kreislauf-Kräftigung. Wer wollte, konnte sich mit uns intensiv auf den "Lauf in die Tropen" vorbereiten.

Gab es spezielle Anforderungen an die Teilnehmer und was bringt das Training generell?

Insgesamt haben seit März 2016 rund 700 Menschen an unserem Training teilgenommen, durchschnittlich waren 35 Teilnehmer pro Session dabei. Wir machen Präventions- und Breitensport, das heißt wir wollen Menschen Stück für Stück an Bewegung heranführen und ihnen einfach Lust am Sport vermitteln. Einige aus unserer Gruppe sind von absoluten Anti-Sportlern zu begeisterten Läufern geworden. Durch das regelmäßige Training haben eigentlich alle Teilnehmer überschüssige Pfunde verloren. Dazu kommen die positiven Effekte des gemeinsamen Trainings. Denn die Gruppendynamik hat die Teilnehmer dazu gebracht am Ball zu bleiben und immer wieder zu besseren, sportlichen Leistungen motiviert. Das tolle Endergebnis konnten die Sportler dann beim "Lauf in die Tropen" sehen - einige aus unserer Gruppe bereiten sich jetzt sogar auf einen Halbmarathon vor.

Also haben die Teilnehmer nach der „Runter vom Sofa“-Aktion keine Zeit, um auf dem Sofa zu lümmeln?

Zeit hätten sie in der Winterpause natürlich schon, aber unsere Teilnehmer wollen gar nicht mehr lümmeln! Das funktioniert quasi von selbst. Denn wer spürt, welchen positiven Einfluss das Training auf Körper und Psyche hat, der integriert den Sport in den eigenen Tagesablauf. Auch dann, wenn der motivierende Effekt aus dem Gruppentraining zunächst wegfällt.

Wir wissen ja alle, wie schön es ist faul auf dem Sofa zu liegen und in die Chips-Tüte zu greifen. Wie schafft man es, sich stattdessen zum Sport zu motivieren?

Leider gibt es dafür keine Zauberlösung - nur eine Erkenntnis. Gesundheit gibt es nicht zum Nulltarif, man muss etwas dafür tun. Ohne Training baut der Körper immer weiter ab und mit steigendem Alter sind immer weniger Dinge möglich. Das hinterlässt brutale Spuren: Kaputte Zähne, kaputte Gelenke, im schlimmsten Fall ein Schlaganfall oder Herzinfarkt. Nur wer erkennt, wie wichtig die Fitness jetzt und heute ist, wird auch in den nächsten Jahrzehnten davon profitieren. Also sollte man auf dem Sofa darüber nachdenken, dass dieses Verhalten Stillstand bedeutet. Nur durch regelmäßige Bewegung kann man langfristig gesund bleiben.

Wie sollte man als Anfänger in ein gesundes Training starten?

"Hintern hoch!" Die IKK BB macht Sie fit!

Wichtig ist es sich am Anfang nicht zu viel vorzunehmen. Setzen Sie sich realistische und erreichbare Ziele. Das kann am Anfang eine erweiterte Runde beim täglichen Gassi gehen sein. Oder die Bereitschaft künftig nicht den Aufzug oder die Rolltreppe, sondern lieber die Treppen zu benutzen. Fangen Sie mit kompakten Trainingseinheiten an, die Sie dann konsequent durchziehen. Und natürlich sollte auch auf die Ernährung geachtet werden. Insgesamt gilt bei der Ernährung diese goldene Regel: Führen Sie Ihrem Körper nicht mehr Energie zu, als er wirklich braucht! Mehr Obst, weniger Chips - das ist immer ratsam. Überlegen Sie sich, wie wichtig ihr Körper für Sie ist. Er ist in keinem Fall eine Mülltonne, in den man ständig ungesundes Essen stopfen sollte.

IKK BB Tipp: Gemeinsam mit Fitness-"Prinzessin" Carolin "Caro" Albrecht vom Sportmagazin hauptstadtsport.TV stellt IKK BB-Experte Holger Hagen verschiedene sportliche Aktivitäten und Work-outs vor. In den zweiminütigen Videos erfahren Sie, für wen die jeweilige Fitnessübung sich eignet, wie sie korrekt ausgeführt wird und wobei - beziehungsweise wogegen - das Training gesundheitlich hilft.