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Krankenversicherung für Studenten 

Die Krankenversicherung für Studenten - hier gilt es einiges zu beachten. Je nach Alter, Arbeitsbedingungen, Studiendauer und weiteren Faktoren können sich die Bedingungen ändern. Damit Studenten die Übersicht behalten, klärt die IKK Brandenburg und Berlin hier alle Fakten.

Die in Deutschland herrschende Krankenversicherungspflicht gilt natürlich auch für Studenten. Während es bei Arbeitnehmern oder Selbstständigen recht eindeutig geregelt ist, wie die Krankenversicherung zu erfolgen hat, muss bei der Krankenversicherung für Studenten stärker differenziert werden. Die Ursache liegt zum einen in der Vorversicherung während der Schulzeit, zum anderen in der variierenden Studiendauer. Folgende Möglichkeiten bestehen:

  • Familienversicherung über die Eltern (bis zum 25. Lebensjahr + ggf. Wehr-/Ersatzdienstzeit möglich)
  • eigenständige studentische Versicherung bei einer gesetzlichen Krankenversicherung (bis zum 30. Lebensjahr bzw. 14. Fachsemester möglich)
  • freiwillige gesetzliche Krankenversicherung bei Überschreiten der verschiedenen Fristen und Grenzen
  • private Krankenversicherung

Häufigste Variante ist die Familienversicherung

Die Mehrzahl der Berufstätigen, und damit auch die Zahl der Eltern von Studierenden, sind Mitglieder in der gesetzlichen Krankenversicherung. Damit eröffnet sich den angehenden Akademikern die einfachste und günstigste Variante einer Krankenversicherung für Studenten: Bis zum 25. Lebensjahr bleiben sie zunächst beitragsfrei bei den Eltern mitversichert.

Es besteht generell die Möglichkeit, sich von der Versicherungspflicht in der Ersatzkasse befreien zu lassen. Der Antrag auf Befreiung, auch wenn eine private Versicherung im Vorfeld gegeben war, muss allerdings in den ersten drei Monaten nach der Einschreibung an der Hochschule erfolgen. Sind die Eltern privat krankenversichert, beispielsweise als beihilfeberechtigte Beamte, ist allerdings keine beitragsfreie Krankenversicherung für Studenten möglich. Dann ist eine eigenständige Krankenversicherung für Studenten unbedingt nötig.

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Dauer der Krankenversicherung für Studenten

Die beitragsfreie Krankenversicherung für Studenten im Rahmen der Familienversicherung endet mit dem 25. Lebensjahr. Diese Frist verlängert sich beispielsweise um die Dauer eines geleisteten Zivil- oder Wehrdienstes, maximal jedoch um zwölf Monate. Während eines Urlaubssemesters besteht ebenfalls Versicherungspflicht, die akademische Auszeit ist also nicht als Verlängerungsgrund anerkannt.

Grundsätzlich besteht die Versicherungspflicht in der Krankenversicherung für Studenten auch über das 25. Lebensjahr hinaus. Sie sind bis zum 14. Fachsemester bzw. bis zum 30. Lebensjahr in der Krankenversicherung für Studenten versicherungspflichtig. Nach Ablauf einer dieser Fristen müssen sie sich bis zum Ende des Studiums freiwillig versichern. Im Rahmen einer individuellen Ausnahmeregelung kann die Krankenversicherung für Studenten in Einzelfällen verlängert werden.

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Hinzuverdienst, Arbeitszeiten und die Auswirkungen auf die Krankenversicherung für Studenten

Viele Studenten üben neben dem Studium noch eine Tätigkeit aus oder beziehen BAföG. Besteht eine Versicherungspflicht in der Krankenversicherung für Studenten, erhöht dies bei Bezug von BAföG den Anspruch. Studenten, die beitragsfrei in der Familienversicherung eingebunden sind und eine Berufstätigkeit ausüben, müssen auf die Einkommensgrenzen achten.

Ein Minijob mit einem Verdienst von bis zu 450 Euro monatlich ist erlaubt. Handelt es sich nicht um einen Minijob, darf das monatliche Einkommen 395 Euro pro Monat nicht übersteigen. Der sogenannte Werbungskostenpauschbetrag, auf den Monat umgerechnet, kann den Freibetrag zusätzlich erhöhen.

Auch hinsichtlich der Arbeitsdauer gibt es Grenzen: Mehr als 20 Stunden pro Woche dürfen es in der Regel nicht sein. Dies gilt nicht für Jobs in der vorlesungsfreien Zeit, wenn es sich dabei nicht um eine regelmäßige Tätigkeit handelt. Werden diese Beschränkungen überschritten, greift die Versicherungspflicht in der Krankenversicherung für Studenten. Diese kann auch rückwirkend geltend gemacht werden. Es empfiehlt sich daher, bereits im Vorfeld einer Tätigkeit mit dem Krankenversicherer Rücksprache zu halten, um mögliche Nachforderungen auszuschließen.

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