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Psychotherapie

Psychotherapie 

Einschneidende Ereignisse können das Seelenleben gehörig durcheinander bringen: der Verlust des Arbeitsplatzes, eine Trennung oder der Ausbruch einer schweren Krankheit. Oft liegt die Ursache für seelische Beschwerden wie Depressionen auch in der Kindheit.

Bei schweren psychischen Problemen helfen Gespräche mit der Familie oder Freunden oft nicht mehr weiter. Dann sollten Sie eine professionelle Psychotherapie in Anspruch nehmen. Die IKK trägt dafür die Kosten (bis auf die Praxisgebühr).  

Sie gehen zu einem Psychotherapeuten. Dort legen Sie nur Ihre Krankenversicherungskarte vor, darüber rechnet der Therapeut seine Kosten ab. Führt Sie der erste Weg im Quartal zum Psychotherapeuten, dann zahlen Sie dort 10 Euro Praxisgebühr. Ansonsten lassen Sie sich von Ihrem Arzt dorthin überweisen. Die Psychotherapiepraxis stellt Ihnen über die Gebühr eine Quittung aus. Diese gilt als Beleg dafür, dass Sie die 10 Euro bereits bezahlt haben, wenn Sie im gleichen Quartal das erste Mal einen Arzt aufsuchen. Denn der Psychotherapeut darf Sie nicht überweisen.  

Vor Beginn der eigentlichen Therapie werden Sie mit dem Psychotherapeuten Probesitzungen vereinbaren (je nach Therapieform bis zu acht Stunden). Er stellt die Diagnose, begründet die Notwendigkeit der Therapie und beschreibt, wie er vorgehen wird und welchen Zeitraum er dafür vorsieht. Er erstellt ein Gutachten, das von einem unabhängigen Gutachter geprüft wird. Die IKK genehmigt die Therapie auf der Grundlage dieses Gutachtens. Bei so genannten Kurzzeittherapien kann das Gutachterverfahren entfallen, wenn der Therapeut aufgrund seiner Erfahrung durch die Kassenärztliche Vereinigung davon befreit ist.  

Welche Therapieform die richtige ist und wie viele Therapiestunden nötig sind, hängt von der Art des psychischen Problems ab. Eine einzelne Stunde dauert mindestens 50 Minuten.  

Die anerkannten Therapieverfahren

Es gibt eine Vielzahl verschiedener Therapieformen. Bei drei Verfahren ist wissenschaftlich erwiesen, dass sie zum Erfolg führen. Die IKK übernimmt dafür die Kosten.

  • Die analytische Psychotherapie ist langfristig angelegt. In ihr werden verborgene, unbewusste Konflikte aus der Kindheit aufgearbeitet, die sich in dem seelischen Problem äußern. Dem Patienten werden neue Gefühls- und Handlungsspielräume eröffnet, indem Verdrängtes bewusst gemacht, erneut durchlebt und zu neuen Erfahrungen verarbeitet wird. Sie eignet sich bei Neurosen, Depressionen und psychosomatischen Erkrankungen.
  • Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie basiert auf der Psychoanalyse. Die Arbeit konzentriert sich allerdings auf akute Probleme. Die dahinter verborgenen Konflikte sollen erkannt und bewältigt werden.
  • In der Verhaltenstherapie wird unerwünschtes Verhalten in einem Lernprozess durch alternatives Verhalten ersetzt. Sie wird zum Beispiel bei Phobien und Angstreaktionen erfolgreich angewandt.

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