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Impfschutz für Kinder

Impfschutz für Kinder 

Während der Schwangerschaft verleiht das Abwehrsystem der Mutter dem heranwachsenden Kind einen ersten Schutz gegen Krankheitserreger. Von Geburt an aber muss der kindliche Organismus eigenständig mit ihnen zurechtkommen. Das Abwehrsystem eines Neugeborenen oder Kleinkindes ist zwar grundsätzlich in der Lage, sich mit Infekten erfolgreich auseinander zu setzen. Es muss seine Kräfte aber erst im Kampf erproben und stabilisieren. Dieser natürliche Prozess ist alles andere als risikofrei.

Warum ist das Impfen im Kindesalter sinnvoll?

Was viele als eher harmlose "Kinderkrankheiten" betrachten - etwa Masern, Mumps oder "Ziegenpeter", kann im Einzelfall ernste Folgen und sogar bleibende Schäden verursachen. Schutzimpfungen halten solche auch heute noch bestehenden Gefahren sehr wirksam unter Kontrolle. Vor allem deshalb rät die IKK Eltern, den Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Berliner Robert-Koch-Institut zu folgen und ihren Kindern diese Risiken damit zu ersparen. Die Impfkosten übernimmt zudem in aller Regel Ihre IKK! 

Impfen ist übrigens nicht nur eine individuell sinnvolle Schutzmaßnahme. Es sorgt auch dafür, Krankheitserregern den Boden für ihre Ausbreitung zu entziehen! So kann es zur gänzlichen Auslöschung bestimmter Erreger beitragen. 

Die Impftabelle für Kinder steht hier zum Download bereit.  Zusätzliche Informationen zum Impfen und zu einzelnen Krankheiten, die Kindern und Jugendlichen damit erspart bleiben, gibt die IKK-Broschüre "Impfungen im Kindesalter". Sie kann jederzeit kostenfrei beim IKK-Service unter 0800 - 88 33 244 bestellt werden!

Wissenswertes über die Wirkungsweise des Impfens

Eine Impfung ist wie eine Art Trainingsprogramm für die körpereigene Abwehr. Es werden Bestandteile von Krankheitserregern oder abgeschwächte Krankheitserreger in die Blutbahn gebracht. Das Immunsystem lernt so ihre Form kennen, entwickelt die passenden Abwehrwaffen und speichert sie für den späteren Ernstfall auf Vorrat! Bei manchen Erregertypen braucht das Immunsystem mehrere Trainingsläufe in kurzen Abständen. In anderen Fällen wird zu einem späteren Zeitpunkt ein Wiederholungstraining, also eine Auffrischung des Impfschutzes notwendig.

Man unterscheidet grundsätzlich zwischen aktiver und passiver Immunisierung. Bei einer aktiven Immunisierung wird der Körper mit geschwächten oder abgetöteten Erregern (oder direkt mit Giftstoffen, die manche Erreger produzieren) angeregt, die Abwehrstoffe, sogenannte Antikörper, selbst zu bilden. So verfährt man zum Beispiel bei Hepatitis B und Influenza (oder bei Diphtherie und Tetanus). Wie bei einer tatsächlichen Erkrankung stellt das Immunsystem daraufhin entsprechende Antikörper her. Durch sie bleibt der Körper lange Zeit gegen die betreffenden Erreger immun .

Die passive Immunisierung ist eine schnelle Notmaßnahme, wenn die Gefahr des Krankheitsausbruchs unmittelbar bevorsteht. In diesem Fall werden Antikörper gespritzt, die die Krankheitserreger unmittelbar bekämpfen. Der Impfschutz bleibt bei einer passiven Immunisierung allerdings nur für eine begrenzte Zeit wirksam.

Ab wann kann geimpft werden?

Nach dem 2. Lebensmonat kann mit der Grundimmunisierung begonnen werden. Ab dem dritten Monat wird die Impfung gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Kinderlähmung, Haemophilus influenzae Typ b, Hepatitis B, und Pneumokokken empfohlen. Geimpft wird deshalb erst ab dem dritten Monat, weil dies der früheste Zeitpunkt ist, zu dem eine Impfung die gewünschte Immunreaktion beim Säugling hervorrufen kann.

Impfungen schwächen nicht etwa die körpereigene Abwehr, wie manchmal befürchtet wird, sondern regen sie sogar weiter an. Kombinationsimpfstoffe werden eingesetzt, weil dies Säuglinge und Kleinkinder mit weniger Zusatzstoffen und mit nur einer Injektion belastet. Später folgen Schutzimpfungen gegen Masern, Mumps, Röteln, Windpocken und Meningokokken. 

Die IKK erstattet unter bestimmten Voraussetzungen über die üblichen Impfstandards hinaus auch die Kosten für weitere Schutzimpfungen bei Kindern und Jugendlichen. Zum Beispiel bei Rotaviren-Impfungen und im Fall von Impfvorsorge gegen Gebärmutterhalskrebs, die als HPV-Schutzimpfung für Mädchen vorgesehen ist. 

Was ist vor und nach einer Impfung zu beachten?

Impfgegner sprechen viel von den Risiken des Impfens. Nun ist es zwar nicht völlig von der Hand zu weisen, dass bei manchen Impfungen unangenehme Begleiterscheinung möglich sind. In wenigen Einzelfällen werden auch stärkere Reaktionen beobachtet. Doch sind solche Nebenwirkungen durch die Weiterentwicklung von Impfstoffen heute eher die Ausnahme. Vor allem im Vergleich zu den Risiken ohne Impfschutz sind sie aber weitgehend zu vernachlässigen. Doch auch, wenn ernsthafte Impfkomplikationen im Verhältnis zur Gesamtzahl von Impfungen extrem selten sind:

  • Eine Impfung spielt dem Körper gezielt den Krankheitszustand vor und das ist, wenngleich nicht gefährlich, so doch in jedem Fall anstrengend für den Organismus. Deshalb ist es wichtig, dass Kinder zum Zeitpunkt der geplanten Impfung gesund sind.
  • Für alle Fälle soll einem geimpften Kind ausreichend Ruhe gegönnt werden, damit das Immunsystem ohne zusätzliche Belastung den Schutz gegen den jeweiligen Erreger oder Giftstoff aufbauen kann.
  • Minimale Reaktionen auf eine Impfung, zum Beispiel kleine Rötungen und Schwellungen oder leichtes Fieber sind normal und kein Anlass zur Besorgnis. Nach zwei bis drei Tagen sind diese Beschwerden meist abgeklungen.
  • Halten solche möglichen Nebenwirkungen dennoch einmal länger an, sollten sich Eltern natürlich sofort an den behandelnden Arzt wenden.

Weitere Informationen zu Impfungen für Säuglinge, Kleinkinder und Jugendliche und zu den Infektionskrankheiten, gegen die der Grundimpfschutz empfohlen wird, gibt das IKK-Faltblatt "Impfungen im Kindesalter". Es kann kostenfrei beim IKK-Service unter 0800 - 88 33 244 bestellt werden.

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