
Physiotherapeuten im Land Brandenburg haben sich in den letzten Monaten intensiv vorbereitet und fortgebildet, um ab Mai 2011 gemeinsam die Praxisphase des Modellprojekts zu starten. Zur Qualitätssicherung und im Interesse hoher Patientensicherheit können am IKK-Projekt nur Physiotherapeuten teilnehmen, die über eine Berufserfahrung von mindestens 3 Jahren und über entsprechende Zusatzqualifikationen verfügen.
Worum geht es bei dem Modell? Der Weg des schmerzgeplagten Patienten beginnt stets beim behandelnden Arzt. Dieser hat die Gesamtverantwortung für Diagnostik und Therapie. Er stellt die Diagnose und verordnet physiotherapeutische Maßnahmen, bisher verbindlich für die Physiotherapeuten. Oft aber, so zeigt die Praxis, ergeben sich bei der Therapievorbereitung bzw. im Therapieverlauf neue Erkenntnisse, die einen anderen Behandlungsweg erforderlich machen.
Hier setzt das Vorhaben an: Die teilnehmenden Physiotherapeuten dürfen in den kommenden drei Jahren auf der Grundlage der ärztlichen Diagnose eigene Befunde berücksichtigen. Sie dürfen demnach entscheiden, welche Therapiemethode mit welcher Anzahl und Frequenz für den jeweiligen Patienten am wirksamsten ist. Ihr Therapieweg kann also von der ärztlichen Verordnung abweichen. In diesen Fällen wird der behandelnde Arzt informiert und in den Therapievorschlag des Physiotherapeuten einbezogen. Das Ziel der Erprobung für die Physiotherapeuten wie für die IKK ist, das Zusammenwirken von ärztlichem und physiotherapeutischem Sachverstand als förderlich für den Behandlungserfolg zu zeigen. Perspektivisch könnten so auch Kosten, z.B. für teure Medikamente, eingespart werden, wenn z.B. individuell angepasste Therapien zu dauerhafter Schmerzfreiheit führen.
Die Umsetzung erfolgt in enger Abstimmung mit den Patienten: Die Modellpraxen informieren vorab über das Vorhaben und bieten ihren Patienten an, entweder wie gewohnt einzig auf Basis der ärztlichen Verordnung behandelt zu werden oder im Modell gemeinsam mit ihrem Therapeuten individuellere Behandlungswege zu gehen. Dazu gehört allerdings auch, als Patient aktiv mitzuwirken, den Therapieverlauf aufmerksam mit zu verfolgen, Fortschritte zu beobachten und eigene Anregungen zu geben.
Das Modellvorhaben wird wissenschaftlich begleitet und soll zeigen, ob und in welchem Umfang die stärkere Mitwirkung der Physiotherapeuten und Patienten am Behandlungsweg für alle Beteiligten erfolgreich war. Wenn Sie sich für das Projekt interessieren, dann fordern Sie doch die Liste der teilnehmenden brandenburgischen Physiotherapiepraxen ab unter: Angelika.Guensel ikkbb de sowie Karin.Rahn ikkbb de.
Physiotherapie Angela Böhm | Friedenseck 24 a | 15232 | Frankfurt (Oder) | 0335 5008480 | |
Praxis für Physiotherapie Sigrid Ebert | Waldstraße 6 a | 15868 | Lieberose | 033671 2016 | |
Physiotherapeutische Praxis Manuela Frenzel | Straße der Jugend 33 | 03050 | Cottbus | 0355 472049 | |
Physiotherapie am Windmühlenberg Anett Gleisberg | Am Windmühlenberg 1 A | 15711 | Königs Wusterhausen | 03375 528885 | |
Praxis für Physiotherapie Heike Henke | Berliner Str. 3 | 16321 | Bernau | 03338 760936 | |
Praxis für Physiotherapie Aenne Toups-Lamprecht | Hegelallee 23 | 14469 | Potsdam | 0331 713555 | |
Praxis für Physiotherapie Petra Naumann | Pritzwalker Straße 42 | 16866 | Kyritz | 033971 72397 | |
Physiotherapie Jörg Patsch | Schweriner Str. 1 B | 03046 | Cottbus | 0355 3554990 | |
Praxis für Physiotherapie Franziska Rahn | Langenbeckstr.23 a | 15366 | Neuenhagen | 03342 202063 | |
Physiotherapie Susanne Steinacker | G.-Hauptmannstraße 4 | 15537 | Erkner | 03362 24529 |